Spielvorschau: BSC Young Boys gegen Eintracht Frankfurt. Wird der Schweizer Meister die Oberhand behalten oder werden die Hoffnungen des ehemaligen Berner Duos zunichte gemacht?

Das Duell zwischen dem Schweizer Meister Young Boys und dem Halbfinalisten der Europa League Saison 2018/19 Eintracht Frankfurt ist eines der mit Spannung erwarteten Spiele im Uhrencup in diesem Jahr. Nicht nur wegen der Qualität der aufgestellten Mannschaften, sondern auch wegen der Tatsache, dass die Eintracht den ehemaligen Meistertrainer der Adi Hütter an der Seitenlinie und den ehemaligen Berner Djibril Sow in seiner Mannschaft hat. 

Eintracht wird das erste ihrer Vorberitungsspiele im Uhrencup bestreiten, da Hütter hofft, so seine Mannschaft für die bevorstehende Qualifikation in der Europa League und die Bundesliga optimal vorzubereiten. Die fehlende Spielpraxis seines Teams, könnte aber durchaus den Young Boys in die Hände spielen. Obwohl Hütter verichert hat, dass seine Mannschaft den Uhrencup gewinnen möchte, stehen für die deutsche Mannschaft Fitness und Spielpraxis im Vordergrund.

Die Young Boys hingegen befinden sich mitten in einer Vorberitung voller Höhen un Tiefen. Nach einem 2:1-Sieg gegen Rapperswil folgte eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den Schweizer Zweitligisten Vaduz. Es folgte ein überraschender  3:1-Sieg gegen den deutschen Zweitligisten VfB Stuttgart, bevor sie über ein 1:1-Unentschieden gegen den bulgarischen Riesen Levski Sofia nicht hinaus kamen. 

Die Mannschaft von Gerardo Seoane mag ihre Aussichten auf den Gewinn des Uhrencups im Vergleich zu ihren Gegnern realistischer einschätzen, aber alle Augen werden auf das Schweizer Team gerichtet sein.

 

Team-News: Der ehemalige Berner Djibril Sow trifft mit einem neuen Team auf seine ehemalige Mannschaft. Ein Spiel, das sowohl für den Mittelfeldspieler als auch sein Trainer Adi Hütter als emotionale Angelegenheit bezeichnet werden kann. 

Hütter hat für die Reise in die Schweiz eine starke Dreißigköpfige Mannschaft nominiert und nachdem Sebastien Haller seine Liebe zum Spiel in der Europa League bekundet hat, werden wir den Franzosen im Spiel gegen Young Boys zu sehen bekommen.

Innenverteidiger Evan Ndicka ist frisch von der U20-Weltmeisterschaft mit Frankreich zurück, so dass höchstwahrscheinlich zunächst auf der Bank Platz nehmen wird. Sein Landmann Almamy Toure steht ebenfalls im Kader.

Der U19-Torhüter Elias Bördner schliesst sich Frederik Rönnow und Felix Wiedwald in der Mannschaft an und darf sich dabei beeindrucken lassen. Jan Zimmermann, dessen Frau ihr erstes Kind erwartet, wird neben Patrick Finger und den verletzten Nils Stendera und Simon Falette, der noch mit Guinea im Afrikanischen Nationen-Pokals spielt, das Turnier verpassen.

Der Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes steht im Kader der Eintracht und wird wahrscheinlich in seiner Heimat auflaufen. Ebenso wie WM-Finalist Ante Rebic, der wahrscheinlich wichtige Einsatzminuten erhalten wird. 

Gerry Seoane wird versuchen den Uhrencup als ideale Gelegenheit zu nutzen, um sein Team für der Saison zu optimal einzustellen. Der 24-fache Torschütze der vergangenen Saison, Guillaume Hoarau, wird aller Voraussicht nach ebenfalls in der Startelf stehen. Sein Sturmkollege Roger Assalé, der regelmäßig beim Uhrencup für Young Boys dabei ist, ist jedoch noch mit der Elfenbeinküste beim Africa Cup of Nations im Einsatz.

David von Ballmoos wird wahrscheinlich den Vorzug im Tor gegenüber dem erfahrenen Torhüter Marco Wölfli erhalten, und Mohamed Ali Camara wird voraussichtlich neben dem Stammspieler Gregory Wüthrich in der Verteidigung auflaufen.

Michel Aebischer, Christian Fassnacht und Miralem Sulejmani waren alle bereits bei Uhrencup-Wettbewerben vertreten und werden dies auch gegen Eintracht tun. Gianluca Gaudino, der zu den Anfang 2019 nach Bern gewechselt ist, dürfte ebenfalls eine Chance bekommen. Der Mittelfeldspieler Nicolas Ngamaleu dürfte nach dem Treffer im letzten Spiel (einem 1:1-Unentschieden gegen Levski) dabei sein.